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Dehnungsmessstreifen (DMS)

UNTERNEHMENSGESCHICHTE

Sie sind ein Kernstück der modernen Wägetechnik und haben zugleich einen entscheidenden Impuls zur Gründung der DEW - Waagen und Systeme gegeben: 

Dehnungsmessstreifen (DMS) findet man in Analysen- bis hin zu Fahrzeugwaagen. Sprich vom Milligramm- bis in den Tonnenbereich. Schon bei kleinster Belastung oder Verformung ändern die auf Messzellen applizierten Dehnungsmessstreifen ihren elektrischen Widerstand – fungieren so als feinfühlige Wägesensoren.

Obwohl sich das Verfahren erst Ende der 1970er Jahre in der Wägetechnik etablierte, sind die Dehnungsmessstreifen heute aus der Branche nicht mehr wegzudenken.

1971 – Dagobert Maisch beteiligt an Entwicklung der DMS-Technik

Als Laborleiter am Institut für Baustofftechnologie der Universität Karlsruhe war der Firmengründer und heutige DEW-Geschäftsführer Dagobert Maisch von Beginn an der Optimierung der DMS-Technik für den Waagenbau und ihrem Einsatz in zahlreichen Versuchsanordnungen beteiligt. Der damalige Institutsleiter Prof. Dr. Hubert Hilsdorf kannte das Verfahren aus den USA, wo er als Professor an der Universität of Illinois lehrte. In den Vereinigten Staaten wurden die Dehnungsmessstreifen bereits im Bergbau als Warn-Signalgeber auf Stützen und Streben eingesetzt. 1971 brachte Hilsdorf die DMS-Technik an die Universität Karlsruhe, um sie für den Bereich Mess- und Wägetechnik zu  adaptieren.

1981 – Firmengründung

Die Beteiligung an Entwicklung und Optimierung des heute führenden Messverfahrens und die daraus gewonnenen Erfahrungen – sie waren der entscheidende Impuls für Dagobert Maisch zur Gründung seines Unternehmens. Am 2. Juni 1981 wurde der Grundstein für die heutige DEW gelegt – mit der Gründung der freien Industrievertretung für Wäge- und Messtechnik Dagobert Maisch im Ettlinger Stadtteil Schluttenbach.

Basierend auf der messtechnischen Erfahrung als Laborleiter an der Universität Karlsruhe zählte Firmengründer Dagobert Maisch schon nach kurzer Zeit zahlreiche Großfilialisten und Weltkonzerne zu seinen festen Kunden.

Im Industriebereich konnten BASF, Robert Bosch, Siemens, LUK, Daimler und Volkswagen gewonnen werden.  Im Retailbereich gehörten Großfilialisten wie die französische Armee mit Ihren über 90 Filialbetrieben in Deutschland (ECONOMAT`s) zu den festen Kunden sowie der damalige Metzgerei-Filialist Müller & Veith mit etwa 90 Filialen, der Warenhauskonzern Wertkauf (heute Wal-Mart), EDEKA, Pfannkuch, die Kolossa-Supermarktkette und viele mehr.

1993 – Betriebsräume Beim Runden Plom

Nach über zehn Jahren kontinuierlichen Wachstums und einem Mitarbeiterzuwachs im kaufmännischen und technischen Bereich waren die Betriebsräume im Ettlinger Stadtteil Schluttenbach zu Beginn der 1990er Jahre zu klein geworden. Mit dem Umzug ins Ettlinger Industriegebiet „Runder Plom“ im Jahr 1993 vergrößerte sich das Unternehmen auch räumlich – Möglichkeiten für eine Expansion in allen vertrieblichen Bereichen wurden geschaffen.

1995 – Geschäftsfeld „Entwicklung und Fertigung“

Neben dem Vertrieb von Wägetechnik eröffnete sich das Unternehmen 1995 mit eigenständiger Entwicklung und Fertigung ein neues Geschäftsfeld, in dem sich auch der digitale Wandel widerspiegelt. Im Zuge der Digitalisierung hat die Waage eine Wandlung vollzogen in ein Instrument, das in seinen Funktionen über reines Wiegen weit hinausgeht. In zusätzlichen Werkstatt- und Büroräumen entwickeln und fertigen Mitarbeiter seitdem Wägetechnik, die in IT-Netzwerke eingebunden ist und Betriebsabläufe sowie Produktionsprozesse steuert und regelt. Ein Geschäftsfeld, das bis heute zu den Schwerpunkten der DEW zählt.

Die Erweiterung um das neue Geschäftsfeld spiegelt sich auch in einem neuen Namen wider. Seit 1995 firmiert das Unternehmen unter dem Namen „DEW – Waagen und Systeme“.

Kontroll- und Handelswaage

1996 – DEW wird Ausbildungsbetrieb

Zur Gewährleistung und Sicherung des hohen Ausbildungsstandes der DEW-Mitarbeiter werden im Berufsbild Mechatroniker / Mechaniker und im kaufmännischen Bereich junge Nachwuchskräfte ausgebildet.

1998 – Importe aus dem Ausland

Mit preisgünstigen Import-Industriewaagen aus Südeuropa und aus asiatischen Ländern hat das Unternehmen sein Portfolio um Angebote im unteren Preisbereich ergänzt.

2000 – Erteilung Instandsetzerbefugnisse

Erteilung der bundesweit gültigen Instandsetzerbefugnisse für geeichte Wägetechnik aller Fabrikate durch das Baden-Württembergische Innenministerium

2001 – Erstzertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2001

Die betrieblichen Arbeitsabläufe erfolgen nach Vorgabe entsprechend dem DEW-QS-Handbuch in Übereinstimmung mit der Norm. Sie werden kontrolliert und dokumentiert. Seither regelmäßige Re-Zertifizierungen.

2005 - Eröffnung der Niederlassung in Regensburg

2010 – Partner der Dualen Hochschule Karlsruhe

Seit 2010 bildet die DEW als Partner der Dualen Universität Karlsruhe betriebswissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Studenten aus.

2014 – Patent für 3D-Schwerpunktwaage

Ein Beispiel für die Innovationskraft der DEW ist die Entwicklung und Patentierung einer 3D-Schwerpunktwaage. Schadensfälle durch umkippende Gebinde, bedingt durch ungenügende Schwerpunktkennzeichnung können schnell in die Hunderttausende gehen. Die 3D-Schwerpunktwaage ist eine Eigenentwicklung der DEW und ermittelt neben dem Schwerpunkt in Länge und Breite auch den Schwerpunkt in der Höhe. Die Bauweise der 3-D-Schwerpunktwaage wurde patentiert.

2016 - Eröffnung der Niederlassung in Witten

2017 - Akkreditierung zum DAkkS-Kalibrierlabor

Als unabhängige Einrichtung begutachtet, bestätigt und überwacht die DAkkS die fachliche Kompetenz von Laboratorien, Inspektions- und Zertifizierungsstellen. Seit April ist auch die DEW - Waagen & Systeme von der DAkkS als permanentes Labor und für Vorort-Kalibrierungen zugelassen.

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